Weihnachtsessen: fünf Hauptgerichte, die einen ganzen Tisch tragen
"Ein Gericht, ein Ofen, vier bis fünfzehn Teller. Sortiert danach, wie viele Leute satt werden und wie viel Arbeit vor den Feiertag passt."
Notizen Hinter Dem Lenkrad
Weihnachtsessen ist eine Entscheidung, nicht zwölf. Was in der Mitte des Tisches steht, entscheidet den Einkauf, den Zeitplan und wie viel vom Abend man in der Küche statt am Tisch verbringt — alles andere ist Fußnote zu dieser einen Wahl.
Deshalb stehen hier nur Hauptgerichte, und jedes für einen anderen Tisch. Das Große, das fünfzehn Leute sättigt und am siebenundzwanzigsten immer noch trägt. Das Vorzeigestück, bei dem fast die ganze Arbeit am Vortag passiert. Eines für einen Tisch, der gar keinen Braten will. Eines für den Gast, der kein Fleisch isst und dafür keine Entschuldigung serviert bekommen sollte. Und eines, das nach einer Nacht im Kühlschrank besser ist — womit es die Antwort für den vierundzwanzigsten ist.
Was diese Liste nicht tut: so tun, als ginge irgendetwas davon schnell. Das Schnellste hier sind dreißig Minuten Ofen auf einer Stunde Vorbereitung. So viel kostet ein Tisch für sechs.

"Zwölf bis fünfzehn Teller aus einem Stück Fleisch, alle halbe Stunde mit aufgefangenem Ananas- und Kirschsaft, braunem Zucker und Zitronenlimonade begossen. Und es ist das einzige Hauptgericht hier, das am siebenundzwanzigsten genauso viel wert ist wie am Festtag."

"Sechs Teller, und das eine Gericht hier, das man kocht, damit zugesehen wird. Fast alles passiert am Vortag — scharf anbraten, Duxelles, Speck, kühlen, nochmal kühlen — sodass am fünfundzwanzigsten nur noch Blätterteig und fünfundvierzig Minuten Ofen bleiben."

"Sechs Teller für einen Tisch, der für diesen Winter genug Braten hatte. Eine richtige Mehlschwitze, drei Käsesorten und ein Pfund Hummer — und der Käse kommt vom Herd genommen dazu, sonst wird die Sauce vor den eigenen Augen grießig."

"Das Hauptgericht für die Person am Tisch, die kein Fleisch isst — geschrieben, damit es sich nicht wie ein Trostpreis liest. Gesalzen und ohne Panade in Öl gebraten, geschichtet mit von Hand zerdrückten Tomaten und Büffelmozzarella."

"Zwei Stunden auf kleinster Flamme, und nach einer Nacht im Kühlschrank ist es besser — womit es die Antwort für Heiligabend ist, wenn niemand um sieben am Herd stehen will. Die saure Sahne kommt auf den Teller, nie in den Topf."
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